virtual reality experience

Wird Virtual Reality zum Standard-Tool in der Immobilienvermarktung?

Dass die analoge Welt bereits lange von der Digitalisierung überholt wurde, ist kein Geheimnis mehr. Zunächst sind es statische Bilder, nur wenig später bewegte Bilder und seit ein paar Jahren fassen sowohl 360°-Darstellungen als auch virtuelle Rundgänge weltweit Fuß, und das ganz unabhängig vom Wirtschaftssektor. Der Einzelhandel ist Vorreiter dieser Entwicklung und lässt eine Online-Konsum-Gesellschaft entstehen, die im Internet von Medikamenten, über Bücher, Kleidung, Technik bis hin zu Lebensmitteln alles erwirbt. Wie sich die Digitalisierung in der Immobilienbranche auswirkt, hat man bereits bei der Entstehung der Online-Immobilienportale sehen können. Das Online-Inserieren von Immobilien ist standardisiert, doch was kommt nach dieser Entwicklung, die in der Immobilienwelt im Vergleich zu anderen Sektoren noch etwas rückständig zu sein scheint?

Erst um die Jahrtausendwende hat man begonnen Online-Portale für die Vermarktung von Immobilien hinzuzuziehen, obwohl diese bereits Mitte der 1990er Jahre erschlossen wurden. Immobilienannoncen in Zeitungen wurden peu à peu von Online-Exposés abgelöst. Hier findet man bunt bebilderte Immobilienanzeigen, deren Informationsgehalt kaum Grenzen kennt. Durch die sehr detaillierten Beschreibungen des Objektes, bekommt der Interessent eine gute Vorstellung von dem, was ihn erwartet, doch reicht das aus? Detailgetreue Beschreibungen und Objektbilder könnten bald von neuester Technik überschattet werden. Virtual Reality erobert den Markt.

Wir von der 45info GmbH schauen über den Tellerrand hinaus und entwickeln mit clipnow und immoviewer innovative Produkte der Immobilienvermarktung. Im Fokus stehen eine immense Zeit- und Geldersparnis für sowohl Makler aber auch Interessent. Nicht weniger wichtig ist das hiermit erweiterte und facettenreichere Maklerportfolio für die Eigentümer. Angefangen in 2010 mit gesprochenen, automatisierten Videoclips für Online-Immobilien-Exposés, bemerkt unser Geschäftsführer Ralf von Grafenstein schnell das enorme Potential der Digitalisierung und Virtual Reality auf dem Immobilienmarkt. Seit September 2014 setzen wir auf 360°-Immobilienrundgänge und entwickeln „immoviewer 360“. Hierbei entstehen virtuelle Rundgänge mithilfe der Ricoh Theta Kamera, die mittels eines Klicks eine 360°-Aufnahme erstellt. Realitätsnah, keine Enttäuschungen bei der Besichtigung seitens Interessent, kein Besichtigungstourismus, schnellere Vertragsabschlüsse durch vorherige Kundenselektion. Durch die realitätsnahe Veranschaulichung des Objekts sieht der Kunde direkt, ob es sich um eine gewünschte Immobilie handelt, oder nicht. Auch er spart sich hier einige unnötige Besichtigungen.

Zunehmende Digitalisierung bedeutet auch zunehmende Transparenz. Interessierte Kunden erhalten nach Anfrage Zugang zum passwortgeschützten 360°-Rundgang, was dem Makler statistische Daten liefert, die für eine Kundenselektion von besonderer Relevanz sind. So sieht der Makler anhand der Statistik, wie lange sich welcher Kunden in welcher Räumlichkeit der Immobilie aufgehalten hat. Vorzugsweise werden zunächst die Interessenten kontaktiert, die sich am häufigsten und am längsten virtuell mit der Immobilie beschäftigt haben. Weiterer großer Vorteil der Rundgänge ist die Unabhängigkeit von Ort und Zeit. Befinden sich Interessenten nicht im Ort oder Land der Wunschimmobilie, hilft es, sich mithilfe des virtuellen Rundgangs einen ersten Überblick zu verschaffen und dieser Überblick ist bei weitem detaillierter und realitätsnaher als statisches Bildmaterial der Immobilie.

Um die Kunden nicht auf sich allein gestellt zu lassen und sehr diskret makeln zu können, entwickelt unser Geschäftsführer Ralf von Grafenstein das im Oktober 2015 erschienene Produkt „immoviewer live“, welches sich von den herkömmlichen 360°-Touren daher gehend abhebt als dass es sich um Besichtigungen in Echtzeit handelt, bei denen sowohl Makler als auch Interessent(en) gemeinsam das Wunschobjekt virtuell besichtigen und über eine Chatfunktion und / oder Telefonkonferenz in direktem Kontakt zueinander stehen. Der Makler führt wie gewohnt durch die Immobilie, nur virtuell. Hierbei sieht er, was der Kunde sieht und kann gezielt auf seine Fragen reagieren. Ist das die Zukunft der Immobilienvermarktung?

Ausblick in die Zukunft

Ralf von Grafenstein geht stark davon aus, dass die Digitalisierung und die damit verbundene Virtual Reality in der Immobilienbranche einen immensen Zuwachs erfährt und virtuelle Rundgänge zum Standardinstrument der Immobilienvermarktung werden. Die von Facebook vor zwei Jahren erworbene Firma Oculus, die dieses Jahr im März in Amerika und im Sommer in Deutschland erscheint, wird in den nächsten Jahren nicht nur in der Videospielindustrie boomen, sondern ebenso im Immobiliensektor Fuß fassen. Eine Immobilie mit der Virtual-Reality-Brille zu besichtigen ist ein derart realitätsnahes Erlebnis, dass es sich von einer realen Besichtigung kaum unterscheidet. Die Branche hat mit dem Aufkommen und der Etablierung der Online-Immobilienportale und Immobilienvideos ihr Potential längst erkannt und wird in den nächsten Jahren in dem Bereich stark aufholen und das auch müssen, um mit anderen Branchen wie die dem Einzelhandel Schritthalten zu können. Goldman Sachs geht davon aus, dass bis 2025 über 300.000 Makler Virtual Reality nutzen und hierfür 2,6 Milliarden US-Dollar investiert werden. Tendenz steigend.

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